
Tipps zum Versicherungsdarlehen
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Das Versicherungsdarlehen lockt mit niedrigeren Zinsen. Erkauft wird das aber mit diversen Nachteilen. Diese Checkliste hilft dabei, den Überblick zu behalten.
- Lockzinsen: Die Zinsangaben bei Versicherungsdarlehen sind oft plakativ niedrig. Allerdings wird hier oft nicht der Gesamteffektivzins betrachtet, so dass die Zahlen geschönt sind.
- Prinzip tilgungsfrei: Versicherungsdarlehen pumpen mit einem tilgungsfreien Darlehen eine Kapitallebensversicherung auf, die dann mit Ablauf des Darlehens auf einem Schlag auch die komplette Kreditsumme tilgt. Parallel aber Kreditzinsen und Ansparzinsen zu zahlen ist doppelt teuer – und deshalb selten eine vernünftige Form der Baufinanzierung.
- Todesfallabsicherung: Eine Todesfallabsicherung ist für jeden Bauherrn empfehlenswert, damit die Familie nicht auf den Schulden sitzen bleibt. Viel preisgünstiger klappt dies allerdings mit einer Risikolebensversicherung.
- Für Selbstnutzer: Ein Versicherungsdarlehen ist aufgrund hoher Risiken und auch einer über die Jahre nicht verringernde Gesamtschuld absolut nicht zu empfehlen. Beachten Sie auch, dass auch bei einer Kapitallebensversicherung die prozentuale Verzinsung des eingesetzten Geldes nicht in der vollen Höhe garantiert ist. In manchen Fällen kann deshalb auch durch die niedriger ausfallende Versicherungsprämie zum Auszahlungstermin eine Finanzierungslücke auftreten.
- Für Vermieter: Das Versicherungsdarlehen kann sich unter bestimmten Umständen lohnen, weil durch das Festdarlehen die absetzbaren Zinsen - anders als beim Hypothekendarlehen - über die gesamte Laufzeit gleich hoch bleiben. Voraussetzung: Sie wählen eine leistungsstarke Kapitallebensversicherung. Das ist aber in der Voraussicht schwierig, weil keiner definitive Aussagen über die tatsächliche Verzinsung der Einzahlungsprämie machen kann und nur eine geringe Sockelverzinsung tatsächlich garantiert ist. So gilt: Erst am Ende der Finanzierung können Sie wirklich bestimmen, ob sich Ihre Wahl auch finanziell rentiert hat.
- Generell: Bei der Auswahl der Gesellschaft sollten Sie in jedem Fall schauen, ob sie "standfest" ist. Die Stiftung Warentest bietet dabei in der Zeitschrift Finanztest regelmäßig Vergleiche an.
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Datum: 01.02.2010 09:00 Uhr
Autor: Jörg Stroisch
Fotos: Fotolia (Teaser), Fotolia (Textbild 1)

