
Über die Kolumne Geld$eligkeiten:
Kommentare und Satiren rund um die Themen Versicherung, Vorsorge und Immobilien. Der Journalist Jörg Stroisch begleitet mit spitzer Feder zeitlose und aktuelle Themen der Branche aus der Verbraucherperspektive. Verfolgen Sie diese Kolumne auch via twitter unter twitter.com/1journalist.
Die ersten Antworten zur Berufsunfähigkeitsversicherung
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Nicole Schulze ist entsetzt: Einige Versicherungsgesellschaften haben auf ihren Antrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung geantwortet. Und das manchmal ziemlich dreist, wie der vierte Teil des BUZ-Romans schildert.
BUZ-Roman: Was bisher geschah
[alle Namen wurden von der Redaktion geändert]
- BUZ-Roman, Teil 1: Nicole Schulze ist Physiotherapeutin und 25 Jahre alt. Sie ließ sie sich von der Verbraucherzentrale Essen zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung beraten. "Bin ich denn wirklich schon so krank?"
zum Teil 1: Besuch bei der Verbraucherzentrale - BUZ-Roman, Teil 2: Die Physiotherapeutin entschließt sich, etwa 15 Gesellschaften um Antragsformulare zu bitten – auf Anraten des Versicherungsberaters der Verbraucherzentrale soll sie später parallel Probeanträge stellen.
Zum Teil 2: Berufsunfähigkeitsversicherung wählen und schreiben - BUZ-Roman, Teil 3: Nachtelefonieren heißt nun die Devise. Nicole Schulze teilt die fehlenden Daten den Versicherungsgesellschaften telefonisch mit.
Zum Teil 3: Nachtelefonieren bei der Berufsunfähigkeitsversicherung - BUZ-Roman, Teil 4: Nicole beantwortet die Gesundheitsfragen auf ihrem Versicherungsantrag. Und dabei macht sie sich richtig viel Mühe.
zum Teil 4: Gesundheitsfragen beantworten
Teil 5: Antworten zur Berufsunfähigkeitsversicherung
Wie weit Theorie und Praxis (sprich: "Reaktionen" von Versicherungen im Detail) auseinander klaffen, musste Nicole Schulze leidvoll selbst erfahren. Denn viele Versicherungsgesellschaften reagieren prompt und alles andere als kundenfreundlich. Hier eine Auswahl:
- Eine Direktversicherung antwortete schon auf auf den Grundprobeantrag nach einem (!) Tag, dass man den Antrag geprüft hätte (!) und ihn ablehnen müsste.
- Eine weitere Versicherung teilt nach der abermaligen Anforderung eines detaillierten Fragebogens mit, dass man Nicole Schulze leider aus "versicherungsmedizinischen" Gründen nicht versichern könne. Der Brief beginnt etwas verfloskelt: "Wir haben Ihren Antrag geprüft und freuen uns, Ihre Lebensversicherung (Hauptversicherung) zum Tarifbetrag übernehmen zu können. Auf den aus versicherungsmedizinischen Gründen an sich erforderlichen Beitragszuschlag werden wir - um Ihnen entgegenzukommen - verzichten." Klingt doch super, oder? Konkret bedeutet dies aber - und das steht in den Folgeabsätzen: Nicole Schulze wird die (unnötige) Risikolebensversicherung weiterhin angeboten (damit macht man ja schließlich ein recht risikoarmes Geschäft) und die (nötige) Berufsunfähigkeitsversicherung verwehrt. Bilden Sie sich selbst eine Meinung: Ist das dreist oder kundenfreundlich?
- Ein dritter Versicherer schließt bestimmte Erkrankungen von der Berufsunfähigkeitsversicherung aus. Immerhin ist diese Ausschlussklauseln iaber sehr detailliert sind. Ich habe als Journalist mal eine "Künstlerklausel" zur Vorlage bekommen, nach der ich aufgrund meines Berufes gegen Alkoholismus und Depression generell nicht versicherbar war.
Zumindest zeigt die Stichprobe schon sehr genau, dass viele Versicherungen nicht bereit sind, ein Versicherungsrisiko zu tragen. Umso wichtiger ist es, dass die Gesundheitsfragen korrekt beantwortet werden.
Geld$eligkeiten-Tipp:
Denn was passiert, wenn Sie die Gesundheitsfragen nicht korrekt beantworten und Ihnen womöglich viele Versicherungsgesellschaften schnell und unkompliziert eine Vertragszusage machen? Sie bauen Ihre Absicherung auf Sand! Denn spätestens im Schadensfall wird dann genau kontrolliert, ob Ihre Angaben richtig waren.-Werbung-



Datum: 06.11.2009 12:30 Uhr
Autor: Jörg Stroisch
- BUZ-Roman, Teil 1: Nicole Schulze ist Physiotherapeutin und 25 Jahre alt. Sie ließ sie sich von der Verbraucherzentrale Essen zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung beraten. "Bin ich denn wirklich schon so krank?"

