
"Die Tarifart sollte zum Nutzerverhalten passen"
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Rafaela Möhl, Telekommunikationsexpertin bei dem Internet-Verbrauchermagazin teltarif.de, über die schwierige Wahl des richtigen Tarifs beim mobilen Surfen im Internet. Geld$eligkeiten-Interview, Teil 1.
Worauf sollte der Verbraucher bei der Wahl eines bestimmten Anbieters achten?
Möhl: Wichtig bei der Wahl der richtigen Tarifart ist, dass dieser auch zum eigenen Nutzerverhalten passt. Als Verbraucher sollte ich mir also vorab klar darüber sein, wie hoch mein monatlicher Datenverbrauch ist, um dann entsprechend den richtigen Tarif auszuwählen. Als Wenigsurfer und Einsteiger bietet sich da zum Beispiel die Tagesflatrate an, die mittlerweile schon ab 1,99 Euro angeboten wird. Alternativ kann auch die SIM-Karte eines Prepaid-Discounters genutzt werden, bei denen das Megabyte für 24 Cent zu haben ist. Hier sollte man allerdings das verbrauchte Guthaben im Blick behalten. Vielsurfer sind mit einer Monatsflatrate besser beraten.
Aber wie schätze ich denn korrekt mein Nutzerverhalten ein?
Möhl: Das ist in der Tat schwierig. Schließlich weiß man oft gar nicht, wieviele Daten für einzelne Aktionen im Internet verbraucht werden, und darüber hinaus ist das eigene Nutzerverhalten ja auch nicht immer konstant. Aber da hilft dann als Test folgendes:
Wer sich mit Laptop und Surf-Stick ins Internet einwählt, kann die Einwahlsoftware des Sticks für die Einschätzung des Datenverbrauchs nutzen. Sobald man über den Stick eine Internetverbindung aufbaut, beginnt die Software die übertragene Datenmenge mitzuzählen. Wird die Verbindung beendet, stoppt der Zähler und man kann sich die entsprechende Zahl notieren. So ist es möglich, über einen längeren Zeitraum den eigenen Verbrauch zu dokumentieren. Sinnvoll ist es, dazu den günstigen Daten-Tarif eines Prepaid-Discounters zu verwenden.
... was sollte ich also bei der Wahl der Tarifart beachten?
Möhl: Von Volumentarifen rate ich eher ab, da ja hier vorausgesetzt wird, dass man seinen Verbrauch genau kennt. Hat man sich hier verschätzt und überschreitet das gebuchte Volumen, können die Kosten schnell ungewollt in die Höhe schießen.
Die 7-Tagesflatrate, die derzeit noch vereinzelt angeboten wird, ist ein sehr spezielles Modell, das eigentlich für den Nutzer nur Sinn macht, wenn er tatsächlich eine komplette Woche am Stück - zum Beispiel auf Reisen - intensiv mobil surfen möchte. Ein Sonderfall also und vermutlich kein Tarif, der sich lange halten wird.
Und was für weitere Tarifdetails muss ich als Nutzer beachten?
Möhl: Bei den meisten Flatrates handelt sich um sogenannte Fair-Flatrates. So wird nach einer bestimmten verbrauchten Datenmenge die Geschwindigkeit der Verbindung gedrosselt. Ab wann das der Fall ist, unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter, bei den meisten Angeboten liegt die Grenze bei fünf Gigabyte.
Über Rafaela Möhl:
Rafaela Möhl ist Pressesprecherin und Telekommunikationsexpertin bei teltarif.de, dem Internet-Verbrauchermagazin rund ums Thema Telekommunikation und Internet.
Sie hat von 2002 bis 2007 an der TU in Ilmenau angewandte Medienwissenschaften studiert und dort ihren Abschluss als Diplom-Medienwissenschaftlerin gemacht. Seit Juli 2007 arbeitet sie bei teltarif.de. Zunächst zuständig für den Bereich Kooperationen/Partnerschaften, ist sie hier seit 2008 in der Pressearbeit tätig.-Werbung-
Datum: 31.05.2010 12:30 Uhr
Autor: Andrea Hobusch
Fotos: www.teltarif.de (Teaser), obs/Vodafone D2 GmbH (Textbild 1)

