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"Mit neuen und immer günstigeren Tarifen ist zu rechnen"

Rafaela Möhl, Pressesprecherin und Expertin für Telekommunikation bei teltarif.de, über mobiles Surfen im Ausland, über die Unterschiede der UMTS-Surfsticks und die Zukunftsperspektiven des mobilen Internet. Geld$eligkeiten-Interview, Teil 2.

Wie sinnvoll ist die Nutzung des mobilen Internet via Surfstick im Ausland?

Möhl: Mobiles Surfen im Ausland mit Surfstick und deutscher SIM-Karte kann mit bis zu 20 Euro pro Megabyte sehr teuer werden. Da ist es sinnvoller, sich eine ausländische SIM-Karte vor Ort zu besorgen, wobei dann auch hier sehr darauf geachtet werden muss, den richtigen Tarif zu wählen. Sinnvoll ist es, sich zuvor im Internet über entsprechende Angebote zu informieren, viele Seiten gibt es auch in englischer Version.
Meine Empfehlung: Wer im Ausland unbedingt ins Internet möchte, sollte - falls gegeben - lieber in ein Internetcafé gehen, wo man mitunter kostenlos oder für wenige Euro eine zeitlang surfen kann.

Welche Unterschiede gibt es bei der Qualität des Surfsticks?

Möhl: Der Surfstick ist derzeit der praktischste und schnellste Weg, um mit Notebook oder Laptop von unterwegs das mobile Internet zu nutzen. Der gewählte Stick sollte aber auch die Geschwindigkeit des jeweiligen Tarifanbieters unterstützen.
Unterschiede gibt es auch beim SIM-Lock. Mit SIM-Lock bedeutet, der Stick kann nur mit einer bestimmten SIM-Karte und dem damit gekauften Tarif genutzt werden. Wer also flexibel bleiben möchte, sollte den SIM-lockfreien Stick vorziehen.

Wie sehen Sie die Zukunft des mobilen Internet?

Möhl: Die Netzbetreiber sind bemüht, ihr Mobilfunknetz flächendeckend weiter aufzurüsten mit UMTS und den Datenbeschleunigern HSDPA und HSUPA, sodass das mobile Surfen generell immer schneller gehen wird.

Noch schnellere Datenübermittlung verspricht die ganz neue Technik LTE, die jedoch vermutlich erst ab 2011 eine nennenswerte Rolle spielen wird. Dazu wird es auch in Zukunft immer mehr Auswahl an Endgeräten fürs mobile Surfen geben.
Derzeit bietet es sich noch nicht an, den heimischen Internetanschluss durch eine mobile Variante zu ersetzen. Das liegt nicht nur an der mangelnden Geschwindigkeit, sondern auch an der bereits genannten Drosselung der Geschwindigkeit ab einer gewissen Datenmenge. Außerdem ist der Festnetzanschluss nach wie vor preislich günstiger. Allerdings ist davon auszugehen, dass in naher Zukunft die Preise fürs mobile Surfen weiter fallen und auch neue Tarifarten hinzukommen werden.

Über Rafaela Möhl:
Rafaela Möhl ist Pressesprecherin und Telekommunikationsexpertin bei teltarif.de, dem Internet-Verbrauchermagazin rund ums Thema Telekommunikation und Internet.
Sie hat von 2002 bis 2007 an der TU in Ilmenau angewandte Medienwissenschaften studiert und dort ihren Abschluss als Diplom-Medienwissenschaftlerin gemacht. Seit Juli 2007 arbeitet sie bei teltarif.de. Zunächst zuständig für den Bereich Kooperationen/Partnerschaften, ist sie hier seit 2008 in der Pressearbeit tätig.

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Datum: 15.06.2010 12:30 Uhr
Autor: Andrea Hobusch
Fotos: www.teltarif.de (Teaser), obs/Vodafone D2 GmbH (Textbild 1)