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Gute Netzabdeckung, schlechte Netzabdeckung

Voraussetzung für eine schnelle Datenübertragung im mobilen Internet ist der Ausbau des Mobilfunknetzes mit der modernen Funktechnologie UMTS. Da das UMTS-Netz jedoch noch nicht flächendeckend ausgebaut ist, sollte sich jeder Mobilsurfer vorab über die Netzabdeckung der Anbieter in seiner Gegend informieren.

Je nach Standort und Netzanbieter gibt es Unterschiede bei der Datenübertragungsgeschwindigkeit. Nur dort, wo die Mobilfunknetze mit UMTS, noch besser mit den Datenbeschleunigern HSDPA oder HSUPA aufgerüstet sind, ist eine ungestörte Verbindung und schnelle Surfgeschwindigkeit gewährleistet.

Gute Netzabdeckung bei den D-Netzen


Rafaela Möhl von teltarif.de: "Beim Netzausbau gibt es nach wie vor erhebliche Unterschiede, was die erreichbare Surfgeschwindigkeit angeht. Nach wie vor haben hier T-Mobile (D1-Netz) und Vodafone (D2-Netz) die Nase vorn: deren Netze sind schon soweit aufgerüstet, dass eine Surfgeschwindigkeit von bis zu 7,2 Mbit/s erreicht wird." In der Realität sei die tatsächlich erreichte Geschwindigkeit dann doch oftmals geringer.

Netzabdeckung bei den E-Netzen


Ebenfalls schnell ist das O2-Netz, allerdings noch nicht so weit ausgebaut. Es gehört zu den sogenannten E-Netzen. "Das Netz von O2 kommt bezüglich der Geschwindigkeit zwar an D1 und D2 ran, ist aber noch nicht so flächendeckend ausgebaut", lautet Möhls Urteil. "Am langsamsten ist immer noch das E-Plus-Netz, das maximal 3,6 Mbit/s bietet, in der Realität oft nur bis zu 384 Kbit/s erreicht."

Dafür ist das Surfen über das E-Plus-Netz aufgrund der vielen Discountertarif, die darauf basieren, oft sehr kostengünstig.

Netzverbindung am besten in Ballungsräumen


Marcus Pritsch, Projektleiter bei der Stiftung Warentest: "Mobilen Surfspaß gibt es meiner Erfahrung nach derzeit nur in der Stadt, also in den großen Ballungsräumen." So sei in ländlicheren Regionen das UMTS-Netz meistens noch nicht flächendeckend ausgebaut, um eine angemessene Geschwindigkeit und konstante Verbindung zu gewährleisten.

Als Faustformel gilt: Orte, die auch im Festnetzbereich noch nicht mit DSL versorgt sind, verfügen meist auch nicht über ein gut ausgebautes UMTS-Netz.

Netzverbindung bei der Fahrt


Auch Fortbewegungsgeschwindigkeit ist nicht förderlich für die Surfgeschwindigkeit. Wer nicht nur außerhalb der vier Wände an festen Standorten surfen möchte, sondern auch mal während der Fahrt im Auto oder in der Bahn, der wird teilweise nicht nur mit geringer Surfgeschwindigkeit rechnen müssen, sondern möglicherweise auch mit einer kompletten Unterbrechung der Internetverbindung.

"In der Praxis hat sich gezeigt, dass auch Bahnstrecken noch nicht so gut ausgebaut sind und hier oft kein mobiler Internetanschluss möglich ist", beschreibt Marcus Pritsch- "Besser funktioniert es dagegen auf den meisten Autobahnen."

Nutzerverhalten entscheidend für Netzwahl


Welches Netz der Nutzer wählen sollte, hängt nicht nur vom jeweiligen Standort ab, sondern auch vom eigenen Nutzerverhalten. Wer wenige Datenmengen verbraucht und mobiles Surfen hauptsächlich für kurze E-Mails ohne Anhang oder für das Einsehen statischer Websites nutzt, der ist nicht auf schnelle Geschwindigkeiten angewiesen.

Geld$eligkeiten-Tipp:
Um sicher zu gehen, wie gut oder schlecht das Netz eines Anbieters am vorgesehenen Surfstandort ist, sollten Sie am besten dies direkt vor Ort testen. Lassen Sie sich vom Verkäufer vorführen, welche Geschwindigkeiten erzielbar sind - und vielleicht haben ja auch schon Freunde Erfahrungen gesammelt.

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Datum: 07.06.2010 12:30 Uhr
Autor: Andrea Hobusch
Fotos: obs/Deutsche Telekom AG (Teaser), obs/Deutsche Telekom AG (Textbild 1)