Fotoquelle:

Krankenschutz für die Auslandsreise

Für die Reise ins Ausland sollten Verbraucher mit der richtigen Versicherungen im Gepäck reisen. Die private Auslandskrankenversicherung gehört so zu einer existenziell notwendigen Police. Die Stiftung Warentest hat nun 41 Anbieter unter die Lupe genommen – und auch schlechte Noten verteilt.

Husten, Zahnschmerzen oder Beinbruch: Auch im Urlaub kann man sich schnell verletzten und beim Arzt oder im Krankenhaus landen. Behandlungskosten, Krankenhausaufenthalt und bei Bedarf der Rücktransport können sehr teuer werden und haben den einen oder anderen ohne Versicherung schon in den Ruin getrieben.

Auslandskrankenversicherungen im Test


In der Mai-Ausgabe testet die Zeitschrift Finanztest den Krankenschutz auf Reisen. 41 Jahresverträge für den weltweit geltende Reisekrankenschutz wurden von den Prüfern unter die Lupe genommen.

Zu den Kriterien gehörten kundenfreundliche Versicherungsbedingungen. Prüfpunkten waren auch der Umfang der Behandlungsmethoden und Arzneimitteln sowie die Bedingungen für einen Krankenrücktransport. Das Ergebnis: Bei dem Test wurden nur zwei Anbieter und deren Tarife mit „sehr gut“ bewertet.

Testergebnis zu den Auslandskrankenversicherungen


Testsieger ist die HanseMerkur mit ihrem RKJ-Tarif. Sie bietet Kunden ein günstiges Angebot zu „sehr guten“ Bedingungen, ohne Eigenbeteiligung im Leistungsfall. „Gut“ und gleichauf mit einem Qualitätsurteil von 1,6 sind die Anbieter Huk-Coburg (Tarif RV) und R+V (Tarif JR).

Nur „ausreichend“ war hingegen das Angebot vom ADAC und dem „Basis-Tarif“ sowie die Gothaer-Versicherung und ihrem Tarif MediTravel. Mit „mangelhaft“ wurde die Europ Assistance mit dem Tarif Eura bewertet. Der Tarif ist mit 15 Euro Grundbeitrag für Einzelpersonen zudem relativ teuer.

Die Auslandsreisekrankenversicherung gilt unter Verbraucherschützern als existenziell notwendige Absicherung, weil Krankenbehandlung im Ausland zu ruinös hohen Kosten führen kann. Die Versicherung kann entweder für eine Reise abgeschlossen werden oder pauschal für ein komplettes Jahr. Die Jahresverträge sind oft recht günstig, wobei das Alter des Versicherten für die Prämie eine Rolle spielt.

Geld$eligkeiten-Tipp:
Sofern Sie auf Reisen gehen, sollten Sie vor allgemeine Auslandsreisekrankenversicherung abschließen. Denn mit der gesetzlichen Krankenkasse ist zwar im europäischen die Krankenversorgung abgesichert, nicht aber der Krankenrücktransport. Auch deshalb macht ein Jahresvertrag Sinn, weil dann zum Beispiel Ihr Kurztrip an die niederländische Nordsee auch versichert ist. Und außerhalb dieser Abkommen, also zum Beispiel in den USA, kann eine Not-Operation schnell zu ruinösen Kosten führen. Beachten Sie, dass die gerne angebotenen „Rundum-sorglos“-Pakete viele Leistungen beinhalten, die unnötig sind – etwa die Gepäckversicherung – oder besser über eine generell und weltweit gültige Versicherung abgesichert werden sollten, wie etwa die Haftpflicht oder den Unfallschutz.

-Werbung-

Datum: 05.07.2010 12:30 Uhr

Fotos: Fotolia (Teaser), Fotolia (Textbild 1)