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Studie: Kaufkraft der Renten sinkt massiv in der Zukunft

Die Kaufkraft der Rentner wird in Zukunft durch hohe Kosten im Gesundheitswesen und Pflege sowie der Renten-Reform deutlich geschmälert. In diesen Bereichen steigen die Preise, aufgrund der demographischen Entwicklung, zukünftig schneller als die durchschnittliche Inflationsrate.

Das Deutsche Institut für Altersvorsorge veröffentlicht dazu eine neue Studie (PDF) und benennt den Kaufkraftverlust und die Konsequenzen für die private Altersvorsorge.

Grund für die Einkommenslücken sind das sinkende Rentenniveau, steigende Sozialabgaben für Rentner und Abschläge durch die Erhöhung des Rentenalters. Um das Ausmaß zu verdeutlichen: In der heutigen Zeit steht einem Rentnerpaar im Monat 1.700 Euro netto im Monat zu. Im Jahr 2030 muss eine private Rente von 245 bis 329 Euro brutto hinzukommen, um den gleichen Lebensstandard zu sichern.

Renten-Höhe der Zukunft



In vorherigen Berechnungen zum Alterseinkommen wurden zwar diese Indikatoren berechnet, nicht aber der rentnerspezifische Kaufkraftverlust. Wie viel man in die private Altersvorsorge investieren muss, um diese Einkommenslücke zu schließen, beantworten die Autoren der Studie.

Sie kommen zu dem Ergebnis, dass ein Rentnerpaar mit einem Minus von 329 bis 508 Euro pro Monat leben muss, statt dem jetzigen Minus von 179 Euro pro Monat. Daher wird es in Zukunft nötig sein, 4,9 Prozent bis 8,4 Prozent des Bruttoeinkommens in die Altersvorsorge zu investieren. Bisher waren die Prozentsätze mit 4,1 bis 5,5 Prozent deutlich niedriger.

Faustregeln für das Renten-Sparen


In der Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge werden den zukünftigen Rentnern sechs Faustregeln für das Vorsorgesparen an die Hand gegeben:

  • Wohneigentümer sollten 8 und Miethaushalte 9 Prozent ihres Bruttoeinkommens sparen.
  • Das Alterssicherungssparen sollte möglichst mit dem 20. Lebensjahr, spätestens aber mit dem Berufseintritt, beginnen.
  • Bei Wegfall finanzieller Belastung (Berufseintritt der Kinder oder Abschluss der Immobilienfinanzierung) sollte unbedingt zusätzlich gespart werden.
  • Ein baldiger Wiedereinstieg ins Erwerbsleben nach Familiengründung verhindert Karrierebrüche und ermöglicht einen kontinuierlichen Sparprozess.
  • Einen Verlängerung der Lebensarbeitszeit bietet weitere Jahre zum Sparen.
  • Einen Erwerbstätigkeit jenseits der Altersgrenze sollte auch unter dem Aspekt des Altersvorsorgesparens genutzt werden.


Die aktuelle DIA-Studie „Kaufkraftverlust künftiger Rentnergenerationen“ kann unter www.dia-vorsorge.de angefordert werden.

Geld$eligkeiten-Tipp:
Eines ist wohl klar: Ohne privates Sparen können Sie meistens nicht Ihren Lebensstandard im Alter sichern. Deshalb ist es auch richtig und wichtig, privat für das Alter vorzusorgen.

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Datum: 01.07.2010 12:30 Uhr
Autor: Anke Ziebuhr
Fotos: (Teaser), Fotolia (Textbild 1)